Die Bekehrung von Saulus – Als aus Dunkelheit Licht wurde
Es war einmal ein Mann namens Saulus. Saulus war sehr streng. Er glaubte, er tut das Richtige, wenn er Menschen, die an Jesus glauben, festnehmen lässt. Er dachte, diese Leute machen alles falsch. Saulus war wütend auf die Christen und wollte sie stoppen.
Eines Tages reiste Saulus in die Stadt Damaskus. Er wollte dort Menschen finden, die an Jesus glauben, um sie festnehmen zu lassen. Saulus ritt auf einem Pferd. Die Sonne schien, und der Weg war staubig und lang.
Plötzlich – BLITZ! – kam ein ganz helles Licht vom Himmel. Es war heller als die Sonne! Das Licht machte alles so weiß, dass Saulus nichts mehr sehen konnte! Er fiel zu Boden und hörte eine Stimme, die sagte:
„Saul, Saul, warum verfolgst du mich?“
Saulus zitterte. Er war ganz erschrocken. Er fragte: „Wer bist du, Herr?“
Die Stimme antwortete: „Ich bin Jesus, den du verfolgst. Steh auf und geh in die Stadt. Dort wird dir gesagt, was du tun sollst.“
Die Männer, die mit Saulus reisten, hörten die Stimme auch, aber sie sahen niemanden. Saulus stand auf – aber oh nein! Er konnte nichts mehr sehen! Alles war dunkel wie die Nacht! Die Männer mussten ihn an der Hand nehmen und nach Damaskus führen.
Drei Tage lang war Saulus blind. Er aß nichts und trank nichts. Er dachte nach. Er betete. Er begann zu erkennen: Jesus ist wirklich der Sohn Gottes.
In derselben Stadt lebte ein Jünger von Jesus. Er hieß Hananias. Gott sprach zu Hananias in einem Traum:
„Hananias, geh zu einem Mann namens Saulus. Er ist blind und braucht deine Hilfe.“
Aber Hananias hatte Angst. Er sagte: „Herr, ich habe gehört, dass Saulus böse ist! Er will uns Christen festnehmen!“
Gott antwortete liebevoll: „Hab keine Angst. Ich habe Saulus ausgewählt. Er soll den Menschen von mir erzählen – den Juden, den Königen und allen anderen. Ich werde ihm zeigen, was er alles für mich tun wird.“
Also ging Hananias zu Saulus. Er legte ihm die Hände auf und sagte: „Jesus hat mich geschickt, damit du wieder sehen kannst.“
Da fiel es Saulus wie Schuppen von den Augen – plopp! – und er konnte wieder sehen! Saulus stand auf, ließ sich taufen und war ein neuer Mensch.
Von da an erzählte Saulus überall von Jesus. Aus dem harten Saulus wurde ein lieber und mutiger Mann. Später wurde er „Paulus“ genannt – ein Freund von Jesus, der vielen Menschen von Gottes Liebe erzählte.
🌟 Botschaft der Geschichte:
Niemand ist zu schlecht für Jesus. Jesus kann jedes Herz verändern. Auch wenn jemand vorher Böses getan hat, kann er neu anfangen – mit Jesus an seiner Seite.
❓Fragen zum Nachdenken:
- Hast du dich schon mal verändert, nachdem du etwas Wichtiges gelernt hast?
- Glaubst du, dass auch Menschen, die Fehler machen, eine neue Chance bekommen können?
- Was würdest du Jesus sagen, wenn du ihm so begegnen würdest wie Saulus?
📖 Diese Geschichte findest du in der Bibel in Apostelgeschichte Kapitel 9.
Bibelstelle
Saulus
– Apostelgeschichte 9,1–19 (Schlachter 2000)
*"Saulus aber, der noch Drohung und Mord schnaubte gegen die Jünger des Herrn, ging zum Hohenpriester und erbat sich von ihm Briefe nach Damaskus an die Synagogen, damit er, wenn er einige Anhänger des Weges fände, Männer wie Frauen, sie gebunden nach Jerusalem führe. Als er aber hinzog, begab es sich, dass er sich Damaskus näherte; und plötzlich umstrahlte ihn ein Licht vom Himmel. Und er fiel auf die Erde und hörte eine Stimme, die zu ihm sprach: Saulus, Saulus, was verfolgst du mich? Er aber sprach: Wer bist du, Herr? Der Herr aber sprach: Ich bin Jesus, den du verfolgst! Es wird dir schwer werden, gegen den Stachel auszuschlagen! Da sprach er mit Zittern und Schrecken: Herr, was willst du, dass ich tun soll? Und der Herr sprach zu ihm: Steh auf und geh in die Stadt, so wird man dir sagen, was du tun sollst!
Die Männer aber, die mit ihm reisten, standen sprachlos da, denn sie hörten zwar die Stimme, sahen aber niemand. Da richtete sich Saulus von der Erde auf; und als seine Augen offen waren, sah er niemand. Sie nahmen ihn aber bei der Hand und führten ihn nach Damaskus; und er konnte drei Tage lang nicht sehen und aß nicht und trank nicht.
Es war aber ein Jünger in Damaskus, namens Hananias; dem erschien der Herr in einer Vision und sprach: Hananias! Er aber sprach: Hier bin ich, Herr! Der Herr aber sprach zu ihm: Steh auf und geh in die Gasse, die man die Gerade nennt, und frage im Haus des Judas nach einem Mann namens Saulus von Tarsus; denn siehe, er betet. Und er hat in einer Vision einen Mann namens Hananias gesehen, wie er hereinkam und ihm die Hände auflegte, damit er wieder sehend werde. Da antwortete Hananias: Herr, ich habe von vielen über diesen Mann gehört, wie viel Böses er deinen Heiligen in Jerusalem zugefügt hat. Und hier hat er Vollmacht von den obersten Priestern, alle zu binden, die deinen Namen anrufen! Aber der Herr sprach zu ihm: Geh hin! Denn dieser ist mir ein auserwähltes Werkzeug, meinen Namen zu tragen vor Heiden und Könige und vor die Kinder Israels! Denn ich werde ihm zeigen, wie viel er leiden muss um meines Namens willen.
Da ging Hananias hin und trat in das Haus und legte ihm die Hände auf und sprach: Bruder Saulus, der Herr hat mich gesandt, Jesus, der dir erschienen ist auf dem Weg, den du gekommen bist, damit du wieder sehend und mit Heiligem Geist erfüllt werdest! Und sogleich fiel es von seinen Augen wie Schuppen, und er wurde wieder sehend und stand auf und ließ sich taufen; und er nahm Speise zu sich und kam zu Kräften. Und Saulus war einige Tage bei den Jüngern in Damaskus."*