Jesus und das letzte Abendmahl – Ostern

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Es war Abend, und Jesus saß mit seinen zwölf Jüngern an einem großen Tisch. Sie feierten zusammen das Passahfest – ein Fest, bei dem die Menschen sich daran erinnerten, dass Gott sie aus der Sklaverei in Ägypten befreit hatte. Der Tisch war gedeckt mit Brot und Wein, und alle freuten sich, mit Jesus zusammen zu sein.

Doch Jesus wusste, dass etwas sehr Wichtiges geschehen würde. Dies war sein letztes gemeinsames Essen mit den Jüngern, bevor er sterben würde. Die Jünger ahnten nichts davon.

Plötzlich nahm Jesus das Brot, schaute seine Freunde an, dankte Gott und brach es in Stücke. Er reichte es ihnen und sagte: „Nehmt und esst, das ist mein Leib.“ Die Jünger wunderten sich. Was meinte Jesus damit?

Dann nahm er den Becher mit Wein, dankte Gott und reichte ihn weiter: „Trinkt alle daraus. Denn das ist mein Blut, das für viele vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“

Die Jünger sahen sich verwundert an. Warum sprach Jesus so? Er wollte ihnen sagen, dass er bald für sie sterben würde, um ihnen den Weg zu Gott frei zu machen. Durch sein Opfer sollten alle Menschen Vergebung bekommen, wenn sie an ihn glauben.

Dann wurde Jesus plötzlich traurig und sagte: „Einer von euch wird mich verraten.“

Die Jünger erschraken. „Wer soll das sein?“ fragten sie durcheinander. Jesus sagte: „Der, der mit mir das Brot in die Schüssel taucht.“

Judas, einer der Jünger, wurde unruhig. „Bin ich es, Herr?“ fragte er. Jesus sah ihn an und antwortete: „Du sagst es.“

Nach dem Essen stand Jesus auf, nahm eine Schüssel mit Wasser und fing an, seinen Jüngern die Füße zu waschen. Das war ungewöhnlich! Normalerweise machten das Diener.

Petrus war überrascht und sagte: „Herr, du willst mir die Füße waschen? Das darfst du nicht!“

Doch Jesus antwortete: „Wenn ich das nicht tue, gehörst du nicht wirklich zu mir.“

Petrus verstand nicht sofort, aber Jesus erklärte: „So wie ich euch die Füße gewaschen habe, sollt auch ihr einander helfen und dienen. Ich bin euer Herr, aber ich bin gekommen, um euch zu dienen. Tut dasselbe für andere.“

Nach dem Essen gingen Jesus und seine Jünger hinaus in den Garten Gethsemane. Die Jünger verstanden noch nicht, was passieren würde. Aber bald sollten sie erkennen, dass Jesus ihnen mit dem Brot und dem Wein eine Erinnerung hinterlassen hatte. Bis heute feiern Christen auf der ganzen Welt das Abendmahl, um sich daran zu erinnern, dass Jesus für uns gestorben ist und dass seine Liebe niemals aufhört.

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