Kuchen für die Gemeindefrau
Ein Abenteuer über Mitgefühl und die Freude am Helfen
An einem sonnigen Mittwochnachmittag sitzen Tom und Hanna am Küchentisch. Hanna malt ein Bild für ihre Freundin Emma, während Tom versucht, mit Bauklötzen einen Leuchtturm zu bauen. Da kommt Mama mit einem ruhigen Lächeln in die Küche.
„Kinder“, sagt sie, „habt ihr gehört? Frau Schneider aus der Gemeinde ist krank. Sie kann im Moment nicht raus und fühlt sich sehr einsam.“
„Die mit den bunten Hüten?“ fragt Tom.
Mama nickt. „Genau die. Ich dachte, wir könnten ihr einen Kuchen backen und vorbeibringen. Was meint ihr?“
Tom springt auf. „Oh ja! Ich kann den Teig rühren!“
„Und ich kümmere mich um die Deko mit Zuckerstreuseln“, sagt Hanna.
Wenig später stehen auch Lukas und Emma vor der Tür. Sie sind neugierig, was im Haus von Toms und Hannas Familie heute so lecker duftet. Als sie vom Plan hören, wollen sie sofort mithelfen.
„Ich kann die Eier aufschlagen“, ruft Lukas.
„Und ich messe den Zucker ab“, sagt Emma, ein wenig skeptisch. „Aber… wieso genau machen wir das nochmal? Ich kenn die Frau ja gar nicht.“
Hanna wischt sich Mehl von der Nase und lächelt. „Weil es schön ist, anderen zu helfen. Jesus hat auch gern anderen gedient – nicht, weil er musste, sondern weil er es mit Freude getan hat.“
Emma schaut nachdenklich. „Aber was bringt das denn, wenn wir einfach nur einen Kuchen bringen?“
In diesem Moment öffnet Hanna ihre kleine Bibel, die sie fast immer dabei hat, und liest leise vor, während der Teig leise in der Schüssel plätschert:
„Dient einander in Liebe. – Galater 5,13“
Tom schaut auf und sagt mit einem kleinen Lächeln: „Das erinnert mich an die Geschichte, als Jesus den Menschen zu essen gab – obwohl er selbst müde war. Es ging ihm darum, dass niemand sich allein oder vergessen fühlt.“
„Also… ist der Kuchen wie ein kleines Zeichen, dass wir an sie denken?“ fragt Emma vorsichtig.
„Ja, genau“, sagt Hanna. „Und wer weiß – vielleicht zaubert er ihr ein Lächeln ins Gesicht.“
Gemeinsam backen sie einen saftigen Apfelkuchen mit Zimt. Nachdem er abgekühlt ist, legen sie ihn in eine hübsche Schachtel. Hanna malt eine kleine Karte mit dem Bibelvers, den sie vorgelesen hatte.
Als sie bei Frau Schneider vor der Tür stehen, öffnet sie langsam, gestützt auf ihren Gehstock. Ihr Gesicht hellt sich auf, als sie den Kuchen und die lachenden Kinder sieht.
„So ein schöner Besuch“, ruft sie gerührt. „Kommt doch kurz rein! Ich erzähl euch eine Geschichte von früher – über einen Kuchen, den ich mal ganz allein in einer winzigen Küche gebacken habe…“
Die Kinder hören gespannt zu, und auch Emma lächelt. Als sie später nach Hause gehen, sagt sie leise: „Ich hätte nicht gedacht, dass Kuchenbacken so viel Freude machen kann.“
Tom zwinkert ihr zu. „Wenn du mit Liebe dabei bist, schmeckt’s doppelt so gut.“
Hanna lächelt und hält ihre kleine Bibel fest in der Hand. Sie spürt, dass dieser Nachmittag mehr war als nur ein Kuchenbesuch. Es war eine kleine Tat mit großer Wirkung – ganz so, wie Jesus es vorgemacht hat.

Bibelstelle
Hier ist eine passende Bibelstelle aus der Schlachter 2000-Übersetzung, die das Thema Freude am Dienen ansprechend unterstreicht:
Dienen:
Galater 5,13:
„Denn ihr seid zur Freiheit berufen, Brüder — nur gebraucht nicht die Freiheit als Anlass für das Fleisch, sondern dient einander durch die Liebe.“
Diese Stelle zeigt, dass echter Dienst aus Liebe geschieht – wie bei den Kindern, die mit Freude einen Kuchen für die kranke Gemeindefrau backen.
Weitere passende Bibelstelle zum Thema Freude im Dienen:
Freude:
2. Korinther 9,7:
„Jeder gebe, wie er sich im Herzen vorgenommen hat, nicht mit Verdruss oder aus Zwang; denn einen fröhlichen Geber hat Gott lieb.“
Beide Verse passen gut zu der Geschichte mit den Kindern. Sie drücken aus, dass Dienen und Geben mit Freude und Liebe geschehen sollen – genau so, wie es die Kinder mit ihrer Mama tun.













