Papa zeigt uns den Weg!
An einem schönen Samstag machten Tom, Hanna und ihre Freunde Lukas und Emma mit Papa einen Ausflug in den großen Stadtpark. Der Park war riesig, mit vielen Wegen, großen Bäumen und bunten Blumenbeeten. Die Kinder liefen voraus und entdeckten immer wieder etwas Spannendes – eine wackelnde Holzbrücke, eine kleine Höhle unter Baumwurzeln und sogar einen alten Brunnen.
„Lasst uns einen neuen Weg ausprobieren!“, schlug Lukas begeistert vor. Ohne lange nachzudenken, bogen die Kinder in einen schmalen Pfad ein, der abseits der Hauptwege lag.
Nach einer Weile hielt Hanna plötzlich an. „Ich glaube, wir haben uns verlaufen …“, sagte sie leise.
Die anderen schauten sich um. Der Weg sah überall gleich aus – hohe Bäume, grüne Büsche und keine Bank oder große Wiese in Sicht.
„Oh nein! Wie kommen wir jetzt zurück?“, fragte Emma unsicher. Ein mulmiges Gefühl kroch in ihre Gedanken.
Papa war ruhig geblieben. Er lächelte sanft und sagte: „Keine Sorge, wir sind zusammen. Das Wichtigste ist jetzt, dass wir nicht in Panik geraten.“
Tom atmete tief durch. „Vielleicht hilft ein Gebet?“, schlug er vor.
Alle nickten, und Papa sprach laut:
„Lieber Gott, wir sind gerade etwas verloren und wissen nicht genau, welchen Weg wir nehmen sollen. Bitte schenke uns Ruhe und Klarheit, damit wir gut zurückfinden. Und hilf uns zu vertrauen – denn wenn wir zusammenhalten, können wir jede Herausforderung meistern. Amen.“
„Amen“, flüsterten die Kinder hinterher.
Plötzlich fiel Lukas etwas auf. „Schaut mal! Da drüben ist ein Baum mit einer Markierung! Den haben wir vorhin schon gesehen.“
„Dann sind wir gar nicht so weit weg, wie wir dachten!“, rief Tom erleichtert.
Zusammen folgten sie der Markierung und fanden bald wieder den bekannten Hauptweg. Nach ein paar Minuten standen sie fröhlich lachend auf der großen Spielwiese.
„Ich glaube, das war wie bei der Geschichte vom guten Hirten“, sagte Hanna nachdenklich. „Er führt die Schafe sicher nach Hause – genau wie Papa uns geführt hat.“
Papa lächelte. „Wir waren nie wirklich verloren, denn wir hatten einander. Wenn wir zusammenhalten und Gott vertrauen, gibt es immer einen Weg.“
Mit diesem Gedanken spielten die Kinder noch lange auf der Wiese, glücklich darüber, dass sie den richtigen Weg gefunden hatten – nicht nur im Park, sondern auch im Herzen. 💛
Bibelstelle
Die passende Bibelstelle dazu ist Sprüche 3, 5-6:
Sprüche 3, 5-6 (Schlachter 2000): „Vertraue auf den HERRN von ganzem Herzen und verlass dich nicht auf deinen Verstand; erkenne ihn auf allen deinen Wegen, so wird er deine Pfade ebnen.“