Ein Gedicht aus der Sicht des Sternes von Bethlehem
Ich bin der Stern.
Nicht der größte am Himmel. Nicht der hellste.
Aber in jener Nacht war ich ein Besonderer.
Denn durch mein Licht sollte die Welt erkennen,
dass der wahre König gekommen war:
Jesus Christus, das Licht des Lebens.
Ich spürte es zuerst wie ein Flüstern vom Himmel.
Die Engel waren schon unterwegs –
tausende, leuchtend wie Feuer, sanft wie Schnee.
Sie sangen über den Feldern von Bethlehem:
„Ehre sei Gott in der Höhe!“
Und unten auf der Erde: Staunende Hirten.
Rau. Einfach. Wach.
Und bereit für ein Wunder.
Weit entfernt, in einem fernen Land,
blickten Weise zu mir empor.
Sie kannten viele Sterne –
doch bei mir blieb ihr Blick stehen.
„Ein König ist geboren“, flüsterten sie.
Und sie machten sich auf den Weg.
Nicht zu einem Palast,
sondern zu einem Stall.
Zu Jesus Christus, dem wahren König.
Als ich über Bethlehem stand,
hörte ich das erste Weinen.
Ein Kind war geboren.
In Windeln gewickelt, auf Stroh gebettet.
Seine Mutter hielt es fest.
Sein Vater wachte still.
Und ich –
ich stand über ihnen.
Ich leuchtete nicht mehr für mich.
Ich leuchtete für ihn.
Die Hirten kamen.
Die Weisen knieten.
Die Engel sangen.
Und ich wusste:
Ich bin nur ein Stern.
Aber heute war ich
der Stern von Bethlehem –
der Stern von Jesus Christus, dem Retter der Welt.














