Das Gleichnis vom verlorenen Sohn – Vergebung und Neuanfang

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn: Eine packende Geschichte über Vergebung und Liebe, kindgerecht erzählt mit lebendigen Illustrationen.

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Es war einmal ein Vater mit zwei Söhnen. Der jüngere Sohn hatte einen großen Wunsch. Eines Tages sagte er zu seinem Vater: „Papa, gib mir jetzt schon meinen Teil von deinem Geld. Ich möchte die Welt sehen!“

Der Vater schaute seinen Sohn liebevoll an und gab ihm, was er wollte. Der Sohn packte seine Sachen und zog los. Er reiste in ein fernes Land. Dort gab es viel zu entdecken und zu erleben!

Zuerst freute sich der Sohn. Er kaufte sich tolle Sachen und machte lustige Feste. Doch schon bald stellte er fest, dass das ganze Geld aufgebraucht war. Alle Freunde, die nur wegen der Feste da waren, verließen ihn. Der Sohn hatte nichts mehr.

Bald darauf gab es in dem Land eine große Hungersnot. Das heißt, es gab nicht genug Essen. Der Sohn war hungrig und wusste nicht, was er tun sollte. Schließlich fand er einen Bauern, der ihn einstellte, um die Schweine zu füttern. Aber selbst das Schweinefutter sah besser aus als sein eigenes Essen.

Eines Tages dachte der Sohn: „Warum bin ich hier? Bei meinem Vater zu Hause haben sogar die Diener genug zu essen. Ich werde zu ihm zurückgehen und ihn bitten, mich als seinen Diener aufzunehmen.“

Der Sohn machte sich auf den Weg nach Hause. Er war ein bisschen aufgeregt und auch ein bisschen ängstlich. Würde sein Vater ihn zurücknehmen?

Als er noch weit weg war, sah der Vater ihn kommen. Voller Freude rannte er seinem Sohn entgegen, nahm ihn in den Arm und küsste ihn. Der Sohn sagte: „Vater, ich habe einen Fehler gemacht. Ich bin nicht mehr würdig, dein Sohn zu sein. Kann ich dein Diener werden?“

Aber der Vater rief seinen Dienern zu: „Holt das schönste Gewand! Zieht ihm einen Ring an! Macht ein großes Fest, denn mein Sohn ist zurückgekommen!“

Der ältere Bruder im Haus war verwirrt und vielleicht ein bisschen neidisch. Er fragte: „Warum diese Feier?“

Der Vater antwortete: „Dein Bruder war verloren, und jetzt ist er zurück. Er war wie tot, und jetzt lebt er wieder! Deshalb müssen wir feiern.“

Botschaft der Geschichte

Gott freut sich immer, wenn wir zu ihm zurückkommen, egal was wir getan haben. Er liebt uns, auch wenn wir Fehler machen.



Bibelstelle

Das Gleichnis vom verlorenen Sohn steht in Lukas 15,11-32:

„Und er sprach: Ein Mensch hatte zwei Söhne. 12 Und der jüngere von ihnen sprach zu dem Vater: Vater, gib mir den Teil des Vermögens, der mir zufällt! Und er teilte ihnen die Habe. 13 Und nach nicht vielen Tagen packte der jüngere Sohn alles zusammen und reiste in ein fernes Land; und dort brachte er sein Vermögen durch mit ausschweifendem Leben. 14 Nachdem er aber alles aufgebraucht hatte, kam eine gewaltige Hungersnot über jenes Land, und er fing an, Mangel zu leiden. 15 Da ging er hin und hängte sich an einen der Bürger jenes Landes, und der schickte ihn auf seine Äcker, die Schweine zu hüten. 16 Und er begehrte, seinen Bauch zu füllen mit den Schoten, die die Schweine fraßen; und niemand gab sie ihm. 17 Da ging er in sich und sprach: Wie viele Tagelöhner meines Vaters haben Überfluss an Brot, ich aber verderbe hier vor Hunger! 18 Ich will mich aufmachen und zu meinem Vater gehen und zu ihm sagen: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir; 19 ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen; mache mich zu einem deiner Tagelöhner! 20 Und er machte sich auf und kam zu seinem Vater. Als er aber noch fern war, sah ihn sein Vater, und es jammerte ihn; und er lief, fiel ihm um den Hals und küsste ihn. 21 Der Sohn aber sprach zu ihm: Vater, ich habe gesündigt gegen den Himmel und vor dir, und ich bin nicht mehr wert, dein Sohn zu heißen! 22 Aber der Vater sprach zu seinen Knechten: Bringt das beste Gewand her und zieht es ihm an, und gebt ihm einen Ring an seine Hand und Sandalen an die Füße; 23 und bringt das gemästete Kalb her und schlachtet es, und lasst uns essen und fröhlich sein! 24 Denn dieser mein Sohn war tot und ist wieder lebendig geworden; und er war verloren und ist wiedergefunden worden! Und sie fingen an, fröhlich zu sein. 25 Aber sein älterer Sohn war auf dem Feld. Und als er nahe zum Haus kam, hörte er Musik und Tanz. 26 Und er rief einen der Knechte zu sich und erkundigte sich, was das sei. 27 Der sprach zu ihm: Dein Bruder ist gekommen, und dein Vater hat das gemästete Kalb geschlachtet, weil er ihn gesund wiederbekommen hat! 28 Da wurde er zornig und wollte nicht hineingehen. Sein Vater aber ging hinaus und redete ihm zu. 29 Er aber antwortete und sprach zu seinem Vater: Siehe, so viele Jahre diene ich dir und habe dein Gebot nie übertreten, und mir hast du nie einen Bock gegeben, damit ich mit meinen Freunden fröhlich wäre; 30 als aber dieser dein Sohn kam, der dein Vermögen mit Huren verprasst hat, da hast du ihm das gemästete Kalb geschlachtet! 31 Er aber sprach zu ihm: Mein Sohn, du bist allezeit bei mir, und alles, was mein ist, das ist dein. 32 Du solltest aber fröhlich sein und dich freuen; denn dieser dein Bruder war tot und ist wieder lebendig geworden, und er war verloren und ist wiedergefunden worden!“

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