Vor langer, langer Zeit in Ägypten gab es einen König, den man Pharao nannte. Pharao hatte Angst vor den Israeliten, die mit vielen Menschen in seinem Land lebten. Er wollte nicht, dass sie zu stark wurden. Deshalb befahl er, dass alle neugeborenen Jungen der Israeliten in den Fluss geworfen werden sollten. Das war sehr, sehr traurig!
Zu dieser Zeit wurde ein kleines Baby geboren. Seine Mama und sein Papa liebten ihn sehr. Sie wollten ihn beschützen. Seine Mama dachte sich einen Plan aus. Sie nahm ein Körbchen aus Schilf und machte es sicher und wasserdicht mit Teer, damit kein Wasser hineinkommen konnte.
Dann legte sie das kleine Baby liebevoll in das Körbchen. Seine große Schwester Miriam schaute zu, während die Mama das Körbchen vorsichtig in den großen Fluss legte. Miriam versteckte sich und beobachtete das Körbchen. Sie wollte sicherstellen, dass ihrem Brüderchen nichts passierte.
Einige Zeit später kam die Tochter des Pharao zum Fluss, um zu baden. Ihre Dienerinnen gingen mit ihr. Plötzlich sah sie das kleine Körbchen im Schilf. Sie öffnete es und fand das Baby. Der kleine Mose weinte leise.
Die Tochter des Pharao hatte Mitleid mit ihm. „Das muss ein Kind der Israeliten sein,“ sagte sie. Aber sie konnte sich nicht von dem kleinen Baby trennen. Sie wollte es behalten und sich um ihn kümmern. „Ich werde ihn Mose nennen,“ sagte sie, „weil ich ihn aus dem Wasser gezogen habe.“
Da kam Miriam mutig hervor und fragte die Tochter des Pharao: „Soll ich eine Frau finden, die das Baby stillen und für ihn sorgen kann?“ Die Tochter des Pharao fand das eine gute Idee. So holte Miriam ihre Mama, und sie durfte sich um Mose kümmern, bis er groß genug war, um im Palast zu leben. So wurde Mose gerettet und wuchs in Sicherheit auf.
Botschaft der Geschichte
Gott passt auf uns auf und beschützt uns. Manchmal findet er liebevolle Menschen, die uns helfen, wenn wir sie brauchen.
Bibelstelle
Die Geschichte von Mose im Körbchen findet sich in 2. Mose 2, 1-10:
„Und ein Mann vom Haus Levi ging hin und nahm eine Tochter Levis zur Frau. Und die Frau wurde schwanger und gebar einen Sohn. Und als sie sah, dass er schön war, verbarg sie ihn drei Monate lang. Aber als sie ihn nicht länger verbergen konnte, nahm sie ein Kästchen aus Rohr und verpichte es mit Erdharz und Pech und legte das Kind hinein und setzte es in das Schilf am Ufer des Nils. Und seine Schwester trat von ferne, um zu erfahren, was ihm geschehen würde. Da kam die Tochter des Pharao herab, um im Nil zu baden, während ihre Dienerinnen am Ufer entlanggingen. Und sie sah das Kästchen mitten im Schilf und sandte ihre Magd hin, um es zu holen. Und als sie es öffnete, sah sie das Kind; und siehe, es war ein weinender Knabe! Da erbarmte sie sich über ihn und sprach: Es ist eines von den Hebräerkindern! Da sprach seine Schwester zu der Tochter des Pharao: Soll ich hingehen und dir eine hebräische Amme rufen, damit sie das Kind für dich stillt? Und die Tochter des Pharao sprach zu ihr: Geh hin! Da ging das Mädchen hin und rief die Mutter des Kindes. Da sprach die Tochter des Pharao zu ihr: Nimm dieses Kind mit und stille es mir; ich will dir deinen Lohn geben! Da nahm die Frau das Kind und stillte es. Und als das Kind groß wurde, brachte sie es zur Tochter des Pharao, und es wurde ihr Sohn; und sie nannte ihn Mose; denn, sprach sie, aus dem Wasser habe ich ihn gezogen.“