Geschichten mit Tom und Hanna – Mut beim Zahnarzt

Geschichten mit Tom und Hanna - Mut beim Zahnarzt: Hanna überwindet ihre Angst durch Glauben und Gebet, inspiriert von Davids Mut gegen Goliath.

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Mut beim Zahnarzt

An einem sonnigen Montagnachmittag holt Mama Hanna und Tom von der Schule ab. „Hanna, heute ist dein Zahnarzttermin, erinnerst du dich?“, sagt sie freundlich, während sie Hannas Ranzen ins Auto lädt.

Hanna wird plötzlich ganz still. Ihr Herz klopft schneller, und ihre Hände fühlen sich kalt an. „Ich weiß nicht, ob ich das heute schaffen kann“, flüstert sie. „Was ist, wenn es weh tut? Oder wenn sie bohren müssen?“

Tom sieht seine Schwester an. Er kennt sie als mutig und klug – doch im Moment sieht sie ganz klein und ängstlich aus. Im Auto nimmt er ihre Hand. „Weißt du noch, wie David ganz allein vor dem riesigen Goliat stand?“, fragt er. „Er hatte nur eine Steinschleuder, aber ganz viel Vertrauen auf Gott. Und trotzdem hat er gewonnen, weil er wusste: Gott ist bei ihm.“

Hanna schaut zur Seite. Ihre Augen glänzen ein bisschen. „Aber ich bin doch kein Held wie David“, murmelt sie.

Tom grinst. „Man muss kein Held sein, um mutig zu sein. Mut heißt auch, etwas zu tun, obwohl man Angst hat.“

Sie kommen beim Zahnarzt an. Hanna wird mulmig zumute, als sie das große, helle Gebäude sieht. Drinnen riecht es nach Desinfektionsmittel, und das leise Summen eines Bohrers klingt durch den Flur – wie das Brummen einer wütenden Biene.

„Ich will wieder gehen“, flüstert Hanna und klammert sich an Toms Jacke.

Tom greift in seinen Rucksack. „Du hast doch deine kleine Bibel dabeigehabt, oder?“ Hanna nickt zögernd und holt sie hervor. Die Seiten sind ein bisschen zerknittert, weil sie sie fast überallhin mitnimmt.

„Darf ich dir was vorlesen?“, fragt sie leise.

Tom nickt, und sie schlägt Psalm 56, Vers 4 auf. Mit etwas zitternder Stimme liest sie:
„Wenn mir Angst ist, vertraue ich auf dich, Gott.“

Hanna schließt die Augen. Einen Moment ist es ganz still. Dann faltet sie die Hände und flüstert ein kurzes Gebet: „Gott, bitte mach mich mutig. Ich weiß, du bist bei mir, auch wenn ich Angst habe. Amen.“

Als das Wartezimmer sie aufruft, schaut Hanna kurz zu Tom. Er gibt ihr ein ermutigendes Lächeln. „Du bist mutiger, als du denkst“, sagt er.

Im Behandlungszimmer setzt Hanna sich auf den Zahnarztstuhl. Als der Zahnarzt freundlich fragt: „Na, Hanna, bereit?“, nickt sie – ganz vorsichtig, aber fest.

Die Untersuchung dauert gar nicht lange. Es wird nicht gebohrt, nur ein bisschen sauber gemacht und ein Zahn kontrolliert. Als Hanna fertig ist und wieder zu Tom zurückkommt, ruft sie stolz: „Ich hab’s geschafft! Es war gar nicht sooo schlimm!“

„Siehst du?“, sagt Tom lachend. „Glaube macht stark – wie bei David.“

Emma und Lukas, die nachmittags mit den Geschwistern draußen spielen wollen, hören später davon. „David und Goliat?“, fragt Emma neugierig. „War das wirklich passiert?“

„Klar“, sagt Tom. „Und genau darum geht’s: Wenn wir an Gott glauben, hilft er uns sogar in den kleinen Kämpfen – wie beim Zahnarzt.“

Lukas nickt. „Vielleicht muss ich auch mal meine Angst so angehen. Ich hasse Spritzen …“

Hanna grinst. „Dann denk an David. Oder an mich. Und lies in der Bibel nach. Gibt ganz schön viele Mut-Momente da drin.“

Die Freunde lachen, und als sie auf den Spielplatz laufen, fühlt sich alles ein kleines bisschen heller an – so wie nach einem Sturm, wenn wieder die Sonne scheint.



Bibelstelle

Biblisches Thema: Glaube schenkt Stärke


Geschichte in Alltagssprache:

Hanna hat bald einen Zahnarzttermin, und sie hat große Angst davor. Sie denkt an den Bohrer und den Geruch der Praxis. Schon der Gedanke daran macht sie nervös.

Ihr Freund Tom bemerkt, wie unruhig sie ist, und fragt: „Warum schaust du so traurig?“
Hanna sagt leise: „Ich muss zum Zahnarzt. Ich hab solche Angst…“

Da lächelt Tom und sagt: „Weißt du noch, wie David dem Riesen Goliath gegenüberstand? Er war auch klein – aber Gott hat ihm Mut und Kraft gegeben!“
Hanna schaut überrascht. „Stimmt. David war mutig – wegen seinem Vertrauen zu Gott!“

Tom nickt. „Genau. Du kannst auch beten und Gott bitten, dir Mut zu geben.“

Hanna schließt kurz die Augen und flüstert ein Gebet: „Lieber Gott, bitte hilf mir, keine Angst zu haben. Gib mir Mut wie David.“

Als sie ihre Augen wieder öffnet, fühlt sie sich viel ruhiger. Sie lächelt Tom an. „Danke. Jetzt weiß ich: Mit Gott bin ich stark.“


Passende Bibelstelle:
1. Samuel 17,45-47 (Schlachter 2000):
"David aber sprach zu dem Philister: Du kommst zu mir mit Schwert und mit Speer und mit Wurfspieß; ich aber komme zu dir im Namen des HERRN der Heerscharen, des Gottes der Schlachtreihen Israels, die du verhöhnt hast! An diesem heutigen Tag wird dich der HERR in meine Hand ausliefern […]. Und diese ganze Gemeinde soll erkennen, dass der HERR nicht durch Schwert oder Spieß errettet; denn der Kampf ist die Sache des HERRN, und Er wird euch in unsere Hand geben!"


Merksatz:

Glaube macht stark – auch wenn die Angst groß ist.

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