Vor langer Zeit lebte ein Mann namens Noah. Noah war ein lieber Mann, und er liebte Gott sehr. Er hörte immer auf Gott. Doch die anderen Menschen lebten nicht gut. Sie hörten nicht auf Gott und machten viele schlechte Dinge.
Gott sah das und war traurig. Er wollte die Erde mit viel Wasser reinmachen, damit alles wieder gut werden kann. Aber Gott hatte einen besonderen Plan für Noah, denn Noah war gerecht. Gott sagte zu Noah: „Baue eine große Arche! Das ist ein sehr, sehr großes Schiff. Es wird dich, deine Familie und die Tiere schützen.“
Also machte sich Noah an die Arbeit. Er baute die Arche genauso, wie Gott es ihm gesagt hatte. Seine Kinder halfen ihm dabei, obwohl die anderen Leute um sie herum darüber lachten. Aber Noah vertraute Gott und baute weiter.
Dann sagte Gott zu Noah: „Nimm von allen Tieren je ein Männchen und ein Weibchen mit auf die Arche.“ So kamen die Tiere – große und kleine, pelzige und gefiederte – zu Noah und gingen auf das große Schiff.
Bald darauf begann es zu regnen, und es regnete ganz viele Tage ohne Pause. Das Wasser stieg höher und höher, und die ganze Erde wurde überschwemmt. Doch Noah, seine Familie und die Tiere waren sicher in der Arche.
Nach langer Zeit hörte es endlich auf zu regnen. Das Wasser begann zu sinken. Die Arche landete auf einem hohen Berg. Noah ließ einen Vogel, eine Taube, aus der Arche fliegen, um zu sehen, ob das Land schon trocken ist. Die Taube kam mit einem frischen Blatt im Schnabel zurück. Da wusste Noah, dass es bald trocken sein würde.
Gott sagte zu Noah, dass er und die Tiere die Arche verlassen konnten. Sie liefen fröhlich heraus. Und Gott machte Noah ein Versprechen: Er versicherte Noah, dass er die Erde niemals wieder mit einer Flut zerstören würde. Als Zeichen für dieses Versprechen setzte Gott einen wunderschönen Regenbogen in die Wolken.
Botschaft der Geschichte
Gott passt auf uns auf, wenn wir ihm vertrauen, und er hält seine Versprechen immer.
Bibelstelle
Die Geschichte von Noah und der Arche findet sich in 1. Mose 6-9. Hier sind die zentralen Verse aus der Schlachter 2000 zur Zusammenfassung:
1. Mose 6, 13-22:
"Da sprach Gott zu Noah: Das Ende alles Fleisches ist bei mir beschlossen, denn die Erde ist durch sie mit Frevel erfüllt; und siehe, ich will sie verderben mit der Erde! Mache dir eine Arche aus Goferholz; in Räume sollst du die Arche teilen und sie innen und außen mit Pech verpichen. Und so sollst du sie machen: 300 Ellen sei die Länge der Arche, 50 Ellen ihre Breite, und 30 Ellen ihre Höhe; ein Dach sollst du der Arche machen; einen halben Meter[1] hoch oben ans Dach sollst du sie abschließen; eine Tür sollst du an die Seite der Arche setzen; du sollst ein unterstes, ein zweites und drittes Stockwerk an ihr machen. Denn siehe, ich will eine Sintflut, Wasser, über die Erde kommen lassen, um alles Fleisch unter dem Himmel zu verderben, das einen Odem des Lebens in sich hat; alles, was auf der Erde ist, soll umkommen! Aber mit dir will ich meinen Bund aufrichten; und du sollst in die Arche gehen mit deinen Söhnen, mit deiner Frau und mit den Frauen deiner Söhne. Und von allem, was lebt, von allem Fleisch, sollst du je zwei von allen in die Arche bringen, damit sie mit dir leben, ein Männchen und ein Weibchen. Von den Vögeln nach ihrer Art und vom Vieh nach seiner Art und von allem Gewürm des Erdbodens nach seiner Art sollen je zwei von allen zu dir hineingehen, damit sie am Leben bleiben. Du aber nimm dir von aller Speise, die gegessen wird, und sammle es bei dir, dass es dir und ihnen zur Nahrung diene! Und Noah machte es so; er machte alles genau so, wie es ihm Gott geboten hatte."
1. Mose 7, 1-5:
"Und der HERR sprach zu Noah: Geh in die Arche, du und dein ganzes Haus, denn ich habe dich gerecht befunden vor mir unter diesem Geschlecht. Nimm von allem reinen Vieh je sieben Paar zu dir, das Männchen und sein Weibchen; und von allem unreinen Vieh je ein Paar, das Männchen und sein Weibchen. Auch von den Vögeln des Himmels je sieben Paar, Männchen und Weibchen, um Samen am Leben zu erhalten auf dem ganzen Erdboden. Denn in sieben Tagen will ich es regnen lassen auf die Erde, 40 Tage und 40 Nächte lang, und ich will alles Lebendige, das ich gemacht habe, vom Erdboden vertilgen. Und Noah machte alles genau so, wie es ihm der HERR geboten hatte."
1. Mose 9, 8-17:
"Und Gott sprach zu Noah und seinen Söhnen mit ihm: Siehe, ich richte meinen Bund mit euch auf und mit euren Nachkommen nach euch, und mit allen lebenden Seelen bei euch, unter den Vögeln, dem Vieh und allen Tieren des Feldes bei euch, alle, die aus der Arche gegangen sind, was für Tiere die Erde bewohnt. Und ich richte meinen Bund mit euch auf, dass hinfort nicht alles Fleisch von den Wassern der Sintflut ausgerottet werden soll, und keine Sintflut mehr kommen soll, welche die Erde verderbt. Und Gott sprach: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich stifte zwischen mir und euch und allen lebenden Seelen, die bei euch sind, auf ewige Geschlechter hin: Meinen Bogen habe ich in die Wolken gesetzt; der soll ein Zeichen des Bundes zwischen mir und der Erde sein. Und es wird geschehen, wenn ich Wolken über die Erde führe, dass der Bogen in den Wolken erscheint, dann will ich an meinen Bund gedenken, der zwischen mir und euch und allen lebenden Seelen unter allem Fleisch besteht, dass hinfort keine Wasser zur Sintflut werden sollen, die alles Fleisch verderbt. Darum soll der Bogen in den Wolken sein, damit ich ihn ansehe und an den ewigen Bund gedenke zwischen Gott und allen lebenden Seelen unter allem Fleisch, das auf Erden ist! Und Gott sprach zu Noah: Das ist das Zeichen des Bundes, den ich aufgerichtet habe zwischen mir und allem Fleisch, das auf Erden ist."