Jesus ging in die Wüste. Dort war es sehr heiß. Die Sonne brannte, und überall gab es nur Sand und Steine. Kein Wasser, kein Essen, kein Schatten. Nur Stille.
Jesus blieb vierzig Tage dort. So lange! Er aß nichts. Sein Bauch knurrte laut, weil er großen Hunger hatte. Seine Füße waren müde, seine Lippen ganz trocken. Doch Jesus betete zu Gott und wusste: Gott ist immer bei mir.
Da kam plötzlich jemand. Es war der Teufel. Er wollte Jesus austricksen. Er schlich sich näher und flüsterte: „Wenn du wirklich Gottes Sohn bist, dann verwandle diese Steine in Brot! Dann hast du keinen Hunger mehr.“
Jesus sah auf die Steine. Sie sahen fast aus wie Brot. Doch er schüttelte den Kopf und sagte: „Nein! Der Mensch lebt nicht nur von Brot, sondern von Gottes Worten.“
Jesus wusste: Essen ist wichtig, aber Gottes Wort ist noch viel wichtiger.
Doch der Teufel gab nicht auf. Er führte Jesus auf einen hohen Turm. Von dort konnte man alles sehen. Der Teufel sagte: „Spring herunter! Wenn du Gottes Sohn bist, dann wird Gott dich auffangen. Die Engel werden dich tragen!“
Aber Jesus blieb ruhig und sagte fest: „Nein! Man darf Gott nicht testen.“
Jesus wusste: Man soll Gott vertrauen, nicht herausfordern.
Der Teufel versuchte es noch einmal. Er zeigte Jesus alle Länder, alle Städte, all das Gold und die Paläste der Welt. „Schau nur, all das kann dir gehören! Du musst mich nur anbeten.“
Aber Jesus schaute ihn streng an und sagte: „Geh weg, Teufel! Ich bete nur Gott an.“
Da verschwand der Teufel. Er konnte Jesus nicht überlisten.
Plötzlich kamen Engel vom Himmel. Sie brachten Jesus Wasser und etwas zu essen. Sie kümmerten sich um ihn.
Gott war stolz auf seinen Sohn. Jesus hatte nicht auf den Teufel gehört. Er hatte nur Gott vertraut.
Botschaft der Geschichte
Wenn wir auf Gott vertrauen, hilft er uns, das Richtige zu tun. Seine Worte sind unsere Kraft!
Bibelstelle
Die Geschichte von der Versuchung Jesu in der Wüste findet sich in Matthäus 4,1-11:
„Da wurde Jesus vom Geist in die Wüste geführt, damit er vom Teufel versucht würde.
Und als er 40 Tage und 40 Nächte gefastet hatte, war er zuletzt hungrig.
Und der Versucher trat zu ihm und sprach: Wenn du Gottes Sohn bist, so sprich, dass diese Steine Brot werden!
Er aber antwortete und sprach: Es steht geschrieben: »Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeden Wort, das aus dem Mund Gottes hervorgeht.«
Da nahm ihn der Teufel mit sich in die heilige Stadt und stellte ihn auf die Zinne des Tempels
und sprach zu ihm: Wenn du Gottes Sohn bist, so stürz dich hinab! Denn es steht geschrieben: »Er wird seinen Engeln deinetwegen Befehl geben, und sie werden dich auf den Händen tragen, damit du deinen Fuß nicht an einen Stein stößt.«
Da sprach Jesus zu ihm: Wiederum steht geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, nicht versuchen!«
Wiederum nahm ihn der Teufel mit sich auf einen sehr hohen Berg und zeigte ihm alle Reiche der Welt und ihre Herrlichkeit
und sprach zu ihm: Dieses alles will ich dir geben, wenn du niederfällst und mich anbetest!
Da sprach Jesus zu ihm: Weiche, Satan! Denn es steht geschrieben: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, anbeten und ihm allein dienen!«
Da verließ ihn der Teufel; und siehe, Engel traten hinzu und dienten ihm.“