Es war eine dunkle Nacht, und die Sterne funkelten am Himmel wie kleine Glitzerfunken. In dieser Nacht wollte ein Mann namens Nikodemus mit Jesus reden. Nikodemus war sehr schlau und wusste viele Dinge über Gott, weil er ein Lehrer war. Aber er hatte viele Fragen über Jesus.
Nikodemus kam zu Jesus, als es ganz ruhig war und alle schliefen. Er wollte nicht, dass ihn jemand sieht. Er sagte: „Jesus, wir wissen, dass du von Gott kommst. Niemand kann so wunderbare Dinge tun wie du, wenn Gott nicht bei ihm ist.“
Jesus schaute Nikodemus mit einem freundlichen Lächeln an und sagte: „Wenn du das Reich Gottes sehen willst, musst du von Neuem geboren werden.“
Nikodemus war verwirrt. „Wie kann ein Mensch noch einmal geboren werden, wenn er schon groß ist?“ fragte er. „Kann er wieder als Baby geboren werden?“
Jesus erklärte es ihm liebevoll: „Es geht nicht darum, noch einmal als Baby geboren zu werden. Es geht darum, innerlich neu zu werden. Gott schenkt uns einen neuen Anfang, wenn wir an ihn glauben. Gottes Geist macht uns neu.“
Nikodemus hörte genau zu, aber manche Dinge waren schwer zu verstehen. Jesus sagte weiter: „Gott hat die Welt so sehr lieb, dass er seinen einzigen Sohn gegeben hat, damit alle, die an ihn glauben, nicht verloren gehen, sondern das ewige Leben haben.“
Jesus wollte Nikodemus zeigen, dass Gott die Menschen liebt und ihnen ein schönes, ewiges Leben schenken will, wenn sie an ihn glauben.
Nikodemus dachte über alles nach, was Jesus gesagt hatte. Er begann zu verstehen, dass es darum geht, an Jesus zu glauben und Gott ganz fest zu vertrauen.
Botschaft der Geschichte
Gott liebt uns so sehr. Wenn wir an Jesus glauben, schenkt er uns ein wunderschönes, neues Leben.
Bibelstelle
Die Begegnung zwischen Jesus und Nikodemus ist in Johannes 3,1-21 beschrieben:
"Es war aber ein Mensch unter den Pharisäern mit Namen Nikodemus, ein Oberster der Juden. 2 Der kam bei Nacht zu Jesus und sprach zu ihm: Rabbi, wir wissen, dass du ein Lehrer bist, der von Gott gekommen ist; denn niemand kann diese Zeichen tun, die du tust, es sei denn Gott mit ihm. 3 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht von neuem geboren wird, so kann er das Reich Gottes nicht sehen! 4 Nikodemus spricht zu ihm: Wie kann ein Mensch geboren werden, wenn er alt ist? Kann er denn wieder in seiner Mutter Leib gehen und geboren werden? 5 Jesus antwortete: Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wenn jemand nicht aus Wasser und Geist geboren wird, so kann er nicht in das Reich Gottes eingehen! 6 Was aus dem Fleisch geboren ist, das ist Fleisch, und was aus dem Geist geboren ist, das ist Geist. 7 Wundere dich nicht, dass ich dir gesagt habe: Ihr müsst von neuem geboren werden! 8 Der Wind weht, wo er will, und du hörst sein Sausen; aber du weißt nicht, woher er kommt und wohin er geht. So ist jeder, der aus dem Geist geboren ist. 9 Nikodemus antwortete und sprach zu ihm: Wie kann das geschehen? 10 Jesus antwortete und sprach zu ihm: Du bist der Lehrer Israels und weißt das nicht? 11 Wahrlich, wahrlich, ich sage dir: Wir reden, was wir wissen, und wir bezeugen, was wir gesehen haben; und unser Zeugnis nehmt ihr nicht an. 12 Wenn ich euch das Irdische gesagt habe und ihr nicht glaubt, wie werdet ihr glauben, wenn ich euch das Himmlische sage? 13 Und niemand ist hinaufgestiegen in den Himmel, außer dem, der aus dem Himmel herabgestiegen ist, nämlich der Sohn des Menschen, der im Himmel ist. 14 Und wie Mose in der Wüste die Schlange erhöht hat, so muss der Sohn des Menschen erhöht werden, 15 damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. 16 Denn so sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verloren geht, sondern ewiges Leben hat. 17 Denn Gott hat seinen Sohn nicht in die Welt gesandt, damit er die Welt richte, sondern damit die Welt durch ihn gerettet werde. 18 Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer aber nicht glaubt, der ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des eingeborenen Sohnes Gottes geglaubt hat. 19 Das aber ist das Gericht, dass das Licht in die Welt gekommen ist und die Menschen die Finsternis mehr geliebt haben als das Licht; denn ihre Werke waren böse. 20 Denn jeder, der Arges tut, hasst das Licht und kommt nicht zum Licht, damit seine Werke nicht aufgedeckt werden. 21 Wer aber die Wahrheit tut, der kommt zum Licht, damit offenbar wird, dass seine Werke in Gott getan sind.”