Der Aufruhr der Silberschmiede in Ephesus einfach erklärt

Der Aufruhr der Silberschmiede in Ephesus kindgerecht erklärt mit Ausmalbildern und spannender Bibelgeschichte für Kinder von 3 bis 5 Jahren.

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Der Aufruhr der Silberschmiede in Ephesus

(Basierend auf Apostelgeschichte 19,21–41 – Schlachter 2000)

In einer großen Stadt namens Ephesus lebten viele Menschen. Es war eine berühmte Stadt, weil dort ein riesiger Tempel für eine Göttin namens Artemis stand. Die Menschen beteten dort zu ihr.

In Ephesus lebte auch ein Mann namens Demetrius. Er war ein Silberschmied – das heißt, er machte Figuren aus Silber. Besonders gern stellte er kleine Artemis-Figuren her. Die Leute kauften die Figuren und stellten sie zu Hause auf. So dachte jeder ständig an Artemis. Demetrius verdiente viel Geld mit diesen kleinen Götzen-Figuren.

Aber dann kam Paulus in die Stadt. Paulus war ein Mann, den Gott geschickt hatte. Er erzählte den Leuten von Jesus.

„Es gibt nur einen wahren Gott“, sagte Paulus.
„Man darf keine Figuren anbeten. Auf Jesus sollt ihr hören – nur er bringt euch Leben!“

Viele Menschen in Ephesus hörten zu. Sie glaubten an Jesus. Sie warfen ihre Götzen weg – sogar teure Figuren! Statt zu Artemis zu beten, beteten sie nun zu Gott.

Das gefiel Demetrius gar nicht. Er wurde wütend.
„Wenn die Menschen weiter auf Paulus hören“, rief er, „dann hören sie auf, unsere Figuren zu kaufen. Dann verlieren wir unser Geld! Und was passiert mit unserem Tempel?“

Schnell rief Demetrius andere Männer zusammen. Viele von ihnen waren auch Silberschmiede. Zusammen machten sie einen großen Lärm. Sie liefen durch die Stadt und schrien:

„Groß ist die Artemis der Epheser!“

Immer mehr Leute kamen dazu. Bald war die ganze Stadt in Aufruhr – wie ein aufgewühlter Ameisenhaufen! Einige schleppten Paulus' Freunde mit in ein großes Theater. Die Leute schrien wild durcheinander, viele wussten gar nicht, warum.

Doch dann trat ein kluger Mann namens Stadtsekretär vor die Menge. Er redete ruhig:
„Liebe Leute, wir alle wissen, dass Ephesus die Wächterin des Artemis-Tempels ist. Aber wir dürfen niemandem wehtun. Paulus hat nichts gestohlen oder Böses gesagt. Wenn jemand ein Problem hat, sollen wir ordentlich vor Gericht gehen!“

Langsam wurde die Menge ruhiger. Die Menschen hörten auf zu schreien. Der Stadtsekretär entließ sie, und alle gingen nach Hause.

Keiner hatte Paulus oder seinen Freunden etwas angetan. Gott hatte sie beschützt – mitten im Lärm, mitten in der Wut.


🕊️ Botschaft der Geschichte:

Wenn Menschen nicht an Jesus glauben wollen, können sie sogar richtig wütend werden. Aber wir dürfen trotzdem mutig von Jesus erzählen. Gott ist stark! Er beschützt uns – auch wenn es um uns herum laut und wild wird.


❓Fragen zum Nachdenken:

  • Warum war Demetrius so wütend auf Paulus?
  • Was kann passieren, wenn wir von Jesus erzählen?
  • Wie hilft Jesus dir, wenn du mutig sein musst?


Bibelstelle

Der Aufruhr der Silberschmiede wird in der Apostelgeschichte beschrieben. Die passende Bibelstelle laut der Schlachter 2000 ist:

Apostelgeschichte 19, 23–41

„23 Um jene Zeit aber entstand ein nicht unbedeutender Aufruhr um des Weges willen.
24 Denn ein gewisser Demetrius, ein Silberschmied, der silberne Tempel der Diana verfertigte und den Handwerkern nicht geringen Gewinn verschaffte,
25 der versammelte sie samt den Arbeitern desselben Handwerks und sprach: Ihr Männer, ihr wisst, dass wir von diesem Gewerbe unseren Wohlstand haben;
26 und ihr seht und hört, dass dieser Paulus viele Leute überredet und abgewendet hat, nicht allein in Ephesus, sondern beinahe in ganz Asien, indem er sagt, dass es keine Götter seien, die mit Händen gemacht werden.
27 Aber nicht nur ist unser Geschäft in Gefahr, in Verruf zu kommen, sondern auch der Tempel der großen Göttin Diana wird für nichts geachtet werden, und sie wird ihres Glanzes beraubt werden, die doch ganz Asien und der Erdkreis verehrt!
28 Als sie aber das hörten, wurden sie voll Zorn und schrien: Groß ist die Diana der Epheser!
29 Und die ganze Stadt wurde voll Aufregung; sie stürmten einmütig zum Theater und rissen die Mazedonier Gajus und Aristarchus mit sich, die Reisegefährten des Paulus.
30 Als aber Paulus unter das Volk gehen wollte, ließen es ihm die Jünger nicht zu.
31 Auch einige der Asiarchen, die ihm freundlich gesinnt waren, sandten zu ihm und baten ihn, sich nicht ins Theater zu begeben.
32 Die einen nun schrien dies, die anderen das; denn die Versammlung war in Verwirrung, und die meisten wussten nicht, warum sie zusammengekommen waren.
33 Sie zogen aber Alexander aus der Volksmenge heraus, da ihn die Juden vorgeschoben hatten; und Alexander winkte mit der Hand und wollte sich vor dem Volk verantworten.
34 Als sie aber erfuhren, dass er ein Jude sei, schrieen alle wie aus einem Mund etwa zwei Stunden lang: Groß ist die Diana der Epheser!
35 Als aber der Stadtschreiber die Volksmenge beruhigt hatte, sprach er: Ihr Männer von Ephesus, welcher Mensch ist denn, der nicht weiß, dass die Stadt Ephesus eine Tempelwartin der großen Göttin Diana ist und des vom Himmel gefallenen Bildes?
36 Da nun das unwidersprechlich ist, so gehört es sich für euch, ruhig zu bleiben und nichts Unbedachtes zu tun.
37 Denn ihr habt diese Männer hergeführt, die weder Tempelräuber sind noch eure Göttin gelästert haben.
38 Wenn aber Demetrius und die Handwerker, die mit ihm sind, gegen jemanden eine Beschwerde haben, so werden Gerichtstage gehalten, und es sind Statthalter da; da sollen sie einander verklagen!
39 Habt ihr aber ein Begehren wegen anderer Dinge, so wird es in der gesetzlichen Versammlung entschieden.
40 Denn wir stehen in Gefahr, wegen heute verklagt zu werden, da keine Ursache vorhanden ist, weshalb wir diesen Aufruhr veranlasst haben; es könnte sonst sein, dass wir keine Rechenschaft über diesen Tumult geben könnten.
41 Und als er das gesagt hatte, entließ er die Versammlung.“

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